Puddingherzen, vegan, backen ohne ei, backen

Ostern steht vor der Tür und jedes Jahr aufs neue stellt sich die Frage, was kann man denn vegan überhaupt backen ohne Eier?

Ich habe dieses Jahr kleine Puddingherzen gemacht, weil ich mir dachte, warum nicht mal was anderes außer Hasen, Eier und Lämmer?

Ich bin absolut nicht “kirchlich” gläubig und deshalb ist Ostern an sich, für mich ein Tag wie jeder andere.
Dennoch finde ich es schön, solche Tage zu nutzen um mit den liebsten Zeit zu verbringen oder sich gegenseitig eine Freude zu bereiten.

Dieses Jahr *2020* wird wohl etwas anders als alle vorherigen Jahre, denn wir sind noch immer im “Corona – shut down” und müssen Abstand zu anderen Menschen halten.
Ansteckung verringern und gerade die Risikogruppe schützen ist in dieser jetzigen Zeit so wichtig, damit wir auch unser Gesundheitssystem schützen.

Aber ich denke, dass wir uns trotzdem eine schöne Zeit zuhause machen können und warum dann nicht mit Puddingherzen?

Wir können aber auch unseren liebsten eine Freude machen ohne vor Ort zu sein – wie das geht fragst du dich?

Ich habe 3 Ideen für eine Osterüberraschung auf andere Art.

  • schreib doch mal einen schönen Brief und wenn du Kids hast können sie je nach Alter vielleicht noch was dazu basteln oder malen 😊.
  • Skype, Facetime, WhatsApp, Zoom… wir haben ungluablich viele Möglichkeiten unsere Liebsten auch an Ostern zum Kaffee zusammen zu holen.
    Was wäre denn mit einer Osterkonferenz und Kaffeetrinken vor dem Bildschirm mit der ganzen Familie? (Und ja wenn die Oma Internet hat ist auch das möglich, man muss es nur langsam und verständlich erklären wie es geht 😉,
    gerade sie freuen sich über Unterhaltung in dieser Zeit und vielleicht die Kinder und Enkel zu sehen.)
  • die Puddingherzen backen und mit einem Gruß zusammen gut verpackt verschicken
    (deine Nachbarn freuen sich bestimmt genau so über einen lieben Gruß aus deiner Osterküche 😉)

Aber fangen wir mal an zu backen.

Als erstes brauchen wir folgende Zutaten für den Teig:

  • 1 Würfel Hefe
  • 500g Mehl – ich habe hier 300g feines Weizenmehl und 200g Vollkornweizenmehl verwendet
  • 100-150ml warmes Wasser
  • 1 1/2 EL Zucker (du kannst auch gerne ein anderes Süßungsmittel deiner Wahl nutzen)
  • 1/2 TL Vanilleextrakt
  • 1 Priese Salz
  • 50g sehr weiche Butter
  • 1 EL geschrotete Leinsamen mit ca. 2EL Wasser vermischt (anziehen lassen bis es eine klebrige Masse ergibt) – das ist unser Ei-Ersatz
    und macht den Teig noch fluffiger
  • 2 EL Sojajoghurt Natur – am besten Skyr-Stil der ist fester als “normaler” Joghurt

Ich habe HIER noch ein anderes Rezept für dich – einen Teig ohne Hefe!

Die weiteren Zutaten für die Puddingmasse kommen gleich etwas weiter unten, denn wir bereiten nun erstmal den Teig vor
und lassen ihn dann an einem warmen Ort gehen.

Zubereitung:

Als erstes geben wir das Mehl in eine große Schüssel und drücken in die Mitte eine Mulde.
In diese Mulde dann die Hefe etwas klein bröseln und den Zucker dazu geben.
Die Hefe nun mit knapp 70ml warmem Wasser bedecken und kurz 5 Minuten warten.

In der Zeit den EL Leinsamen mit dem Wasser vermengen – wichtig, dass die Leinsamen geschrotet sind.
1. weil die Nährstoffe dann besser aufgenommen werden können, da wir ja nicht jedes Korn, mit unseren Zähnen, klein mahlen beim essen.
2. die Leinsamen sich so mit dem Wasser verbinden können und die klebrige Konsistenz entstehen kann.

Nach den 5 Minuten langsam beginnen den Teig zu kneten und nach und nach Salz, Vanilleextrakt, Butter,
die Leinsamenmasse und den Sojajoghurt hinzugeben.

Nun musst du selber etwas Gefühl zeigen, denn je nachdem wie trocken der Teig noch ist, gibst du das restliche Wasser hinzu.
Deshalb ist die Angabe beim Wasser auch 100-150ml.
Der Teig sollte nicht mehr trocken sein aber auch nicht so klebrig, dass der Teig an den Händen kleben bleibt.
Eine wohl gute Konsistenz ist kurz vor klebrig – besser einen Schluck mehr Wasser als zu wenig.
Durch das “gehen” ändert der Teig seine Konsistenz nochmal etwas und er wird später auf Mehl ausgerollt und nimmt so nochmal etwas Feuchtigkeit auf.

Nun wenn der Teig gut verknetet ist, sollte er für 45 Minuten an einem warmen Ort mit einem Küchentuch abgedeckt gehen.

Dafür mein Hefeteig Tipp:

– nicht mit einem Deckel die Schüssel verschließen, denn der Teig benötigt etwas Luft zum aufgehen.

– ich lege immer ein Wärmekuscheltier unter die Schüssel, so wird der Teig schön warm gehalten und ist aber nicht zu heiß.
(Körnerkissen funktioniert auch super wenn du kein Wärmekuscheltier hast 😉😁)

In der Zeit kann der Pudding vorbereitet werden.

Dafür brauchen wir folgende Zutaten – Pudding:

  • 1 Päckchen Vanillepudding-Pulver (vegan z.B. von Dr. Oetker)
  • 250-350ml Pflanzendrink- ich verwende Haferdrink
  • 2 EL Zucker
  • 2 EL Sojajoghurt Natur – wie auch im Teig am besten Skyr-Stil
  • ggf. 1/2 pck. Aga Aga (vegane Gelatine)

Als erstes werden 250ml Pflanzendrinkin einem Topf aufgekocht.
Von diesen 250 Millilitern, 3-5 EL mit dem Puddingpulver in einer kleinen extra Schüssel verrühren bis das Pulver aufgelöst ist,
so wird der Pudding nachher nicht klumpig.

Zu der Milch im Topf den Zucker geben und dann unter stetigem rühren die flüssige Pulvermischung gießen.
Hierbei wichtig, den Herd entweder kurz aus machen oder auf niedrigster Stufe einstellen, sonst könnte der Pudding zu schnell kochen
und du hast die Küche voller Pudding-Spritzer 😅.
Sobald alles verrührt ist, sollte der Pudding noch einmal aufköcheln, bis er eine festere Konsistenz bekommt.

Jetzt ist wieder dein Gefühl gefragt.
Der Pudding muss für die Herzen sehr dick angerührt sein, damit er nicht vor dem backen raus läuft und nachher nur Herzen
ohne Pudding gebacken werden.
Also wie ist dein Pudding mit 250ml Pflanzendrink?
Wenn du das Gefühl hast er ist zu fest gerne noch einen Schluck mehr Milch hinzu geben.

Jetzt kann der Pudding etwas abkühlen.

Nachdem der Pudding abgekühlt ist, kann der Joghurt untergerührt werden und hier auch je nach Konsistenz noch Aga Aga aufkochen
und unter die Masse heben.
Das Aga Aga ist wie Gelatine und gibt nochmal mehr Standfestigkeit.
Wenn dein Pudding aber fest ist und nach dem abkühlen so wie so nicht wegfließt, kannst du es gerne weglassen.

Also ist dein Pudding relativ standfest und fließt nicht direkt vom Löffel?

Nun kommt der schönste Teil des backens, denn wir machen nun die Herzchen.

Der Hefeteig sollte nun mindestens doppelt so groß geworden sein, dann können wir ihn aus der Schüssel auf eine bemehlte Unterlage kippen.
Außerdem zur gleichen Zeit kann schon mal der Ofen auf 170 Grad Heißluft vorgeheizt werden.

Zu beginn den Teig in 4 gleichgroße Stücke teilen.

Wir fangen mit einem der Stücke an und rollen es Quadratisch auf einer bemehlten Fläche aus.
Nicht zu dünn, sonst werden die Herzen nicht so fluffig und man kann sie schlechter füllen und rollen.

Wenn der Teig ausgerollt ist, kann ein Teil der Puddingmasse darauf verteilt werden.
Ich nutze dafür einen ganz einfachen Esslöffel 😉 nichts verrückt spektakuläres an Küchenwerkzeug.
Die Masse sollte nicht zu dick aufgetragen werden, sonst drückt sie sich zu sehr raus, beim Puddingherzen rollen.

Der Teig muss auch an den Rändern nicht perfekt gerade sein, es wird eh zusammengerollt von daher ist hier das Motto “Spaß haben anstatt Perfektionismus” 😉💙.

Nachdem der Pudding nun verteilt ist, wird der Teig von beiden längs Seiten bis zur Mitte aufgerollt.

Hierbei darauf achten das man nicht zu dolle drückt, damit der Pudding im Teig bleibt.

So sieht der Teig dann aus wenn er zusammengerollt ist.

Nun diese lange Rolle in ca 1,5 – 2 cm. lange Stücke schneiden.

Hierbei ist es sinnvoll ein scharfes Messer zu verwenden, dass der Teig beim schneiden nicht zu dolle zusammengedrückt wird.

Noch ein Tipp: das Anfangs- und Endstück knapp wegschneiden und aufrollen, so dass es als “Probiersnack” nach dem backen vernascht werden kann, denn die Enden sind meist nicht so hübsch.

Aus diesen Stücken legen wir nun unsere Puddingherzen.

Dafür aber erstmal ein Blech mit entweder einer Dauerbackmatte oder Backpapier auslegen.
Die verlinkten Matten nutze ich selber und finde sie wirklich super und nicht zu teuer für den täglichen Gebrauch.

Puddingherzen

Um die Puddingherzen zu formen nehmen wir nun ein vorher geschnittenes Stück und stellen es hochkant, auf die Schnittkante, auf das Backblech.

Ui das sieht aber nicht nach Herzchen aus 🤔…
Keine Sorge alles genau richtig so.

Puddingherzen

Das gerade Stück unten wird nun zum Herz nach unten gezogen.
Am besten funktioniert dies, wenn du es mit einem Löffel oder ähnlichem nach unten ziehst.
Durch das nach unten ziehen faltet sich das Herz auf.
Die Spitze unten nun etwas zusammen drücken, damit es beim backen so bleibt und das Herz etwas zurecht rücken.

So werden nun alle Herzen aus dem ersten Stück Teig geformt.

Wenn das erste Backblech voll ist, dafür aber die Puddingherzen nicht zu eng aneinander legen, da sie beim backen noch aufgehen und größer werden, unten in das Loch noch etwas von dem Pudding füllen.

Die Herzen müssen dann ca. 12-15 Minuten backen.

Nach 12 Minuten einfach mal schauen wie die Herzchen aussehen, sie sollten goldbraun werden, nicht zu dunkel und nicht zu hell 😉.

Alle Schritte nun mit dem restlichen Teig wiederholen und dann die Puddingherzen genießen 💙.

Viel Spaß mit dem Rezept und schreib mir gerne deine Meinung wenn du es probiert hast.

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Puddingherzen

Diese kleinen süßen Puddingherzen passen nicht nur wunderbar auf den Ostertisch, sondern sind super für unterwegs als Snack oder auch zum Mutter- oder Vatertag.
Vorbereitungszeit: 10 Minuten
Zubereitungszeit: 30 Minuten
gehen + backen: 1 Stunde
Portionen: 4 Bleche
Autor: Nadine Wester-Ebbinghaus

Zutaten

Hefeteig

  • 1 Würfel Hefe
  • 500 Gramm Mehl 300g feines Weizenmehl, 200g Vollkornweizenmehl
  • 100-150 ml warmes Wasser
  • 1 ½ EL Zucker du kannst auch gerne ein anderes Süßungsmittel deiner Wahl nutzen
  • ½ TL Vanilleextrakt
  • 1 Priese Salz
  • 50 Gramm Butter sehr weich
  • 1 EL geschrotete Leinsamen mit ca. 2EL Wasser vermischt (anziehen lassen bis es eine klebrige Masse ergibt)
  • 2 EL Sojajoghurt Natur Skyr-Stil

Pudding

  • 1 Päckchen Vanillepudding-Pulver vegan z.B. von Dr. Oetker
  • 250-350 ml Pflanzendrink ich verwende Haferdrink
  • 2 EL Zucker
  • 2 EL Sojajoghurt Natur kyr-Stil
  • ½ Päckchen Aga Aga vegane Gelatine – optional

Zubereitung

Hefeteig

  • Mehl in eine große Schüssel geben und in die Mitte eine Mulde drücken
  • In diese Mulde die Hefe etwas klein bröseln und Zucker dazu geben
  • ca. 70 ml warmem Wasser auf die Hefe geben und 5 Minuten warten
  • geschrotete Leinsamen mit dem Wasser vermengen
  • Teig langsam kneten und nach und nach Salz, Vanilleextrakt, Butter, die Leinsamenmasse und den Sojajoghurt hinzugeben
  • je nachdem wie trocken der Teig noch ist, gibst du jetzt nach und nach das restliche Wasser hinzu (Der Teig sollte nicht mehr trocken aber auch nicht so klebrig sein, dass der Teig an den Händen kleben bleibt.)
  • Den fertigen Teig für 45 Minuten an einem warmen Ort mit einem Küchentuch abgedeckt gehen lassen (er sollte danach mindestens doppelt so groß sein)

Pudding

  • 250 Milliliter Pflanzendrink abmessen und davon 3-5 EL mit dem Puddingpulver in einer kleinen extra Schüssel verrühren bis das Pulver aufgelöst ist
  • nun den Pflanzendrink in einem Topf aufkochen, dann die Temperatur schnell runter drehen
  • den Zucker hinzugeben und unter stetigem rühren die flüssige Pulvermischung in den Pflanzendrink gießen
  • Sobald alles verrührt ist, sollte der Pudding noch einmal aufköcheln, bis er eine festere Konsistenz bekommt (wenn der Pudding abkühlt wird er auch noch mal fester)
  • Pudding zur Seite stellen und abkühlen lassen
  • Nach dem der Pudding abgekühlt ist, kann der Joghurt untergerührt werden (wenn die Konsistenz zu flüssig ist, noch Aga Aga aufkochen und unter die Masse heben)

Herzen

  • Ofen auf 170° Grad Heißluft vorheizen
  • Teig in 4 gleich große Stücke teilen
  • mit einem der Stücke beginnen und Quadratisch auf einer bemehlten Fläche ausrollen
  • etwas der Puddingmasse darauf verteilen
  • Teig von beiden längs Seiten bis zur Mitte aufrollen
  • Nun diese lange Rolle in ca 1,5 – 2 cm. lange Stücke schneiden
  • Blech mit entweder einer Dauerbackmatte oder Backpapier auslegen
  • ein Stück von der Teigrolle hochkant (auf die Schnittkante) auf das Backblech stellen
  • Das gerade Stück unten zum Herz nach unten ziehen (das ergibt die Spitze und die zusammengerollten Enden ist das Herzchen)
    Am besten funktioniert dies, wenn du es mit einem Löffel oder ähnlichem nach unten ziehst. Durch das nach unten ziehen faltet sich das Herz auf
  • Die Spitze unten nun etwas zusammen drücken
  • alle Herzen genau so formen – nicht zu nahe aneinander auf das Blech legen, damit sie nicht beim backen aneinander kleben
  • mit einer Spritztülle oder einem kleinen Löffel unten in "das Loch" (die Spitze von dem Herz) noch etwas von dem Pudding füllen
  • Herzchen ca. 12-15 Minuten backen (Nach 12 Minuten schauen wie die Herzchen aussehen, sie sollten goldbraun werden, nicht zu dunkel und nicht zu hell 😉)
  • Alle Schritte nun mit dem restlichen Teig wiederholen
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