Kochen darf einfach sein

Gerade zum Anfang des Jahres ist bei vielen das Ziel, sich gesünder zu ernähren und damit sogar vielleicht abzunehmen.

Doch was ich häufig höre “gesund kochen dauert doch sooo lange, dafür habe ich keine Zeit”.
Deshalb habe ich mich mal hingesetzt und überlegt wie man in der Küche sinnvoll Zeitsparen kann.

Tipps zum Zeitsparen

Einfach kochen beginnt schon beim Einkaufen und der Vorbereitung. Du solltest einige Lebensmittel immer im Vorrat haben, damit du nicht für Kleinigkeiten Einkaufen gehen musst und so schon Zeit sparen kannst.

Sinnvoll für den Vorrat sind getrocknete Lebensmittel wie Hülsenfrüchte, Nudeln, Reis und anderes Pseudogetreide außerdem Nüsse, Samen und genügend Gewürze.

Ansonsten sind Lebensmittel wie Passiertetomaten, Tomatenmark, Currypasten, Misopaste und Sojasauce Allrounder in der Küche.

Wenn du magst nimm noch anderes in Dosen oder besser in Gläsern dazu und dann ist dein Vorrat schon richtig gut bestückt.

Das klingt evtl. erstmal komisch, denn was soll Ordnung in den Schränken mit schneller kochen zu tun haben?

Aber es gibt zwei Vorteile von aufgeräumten Schränken in der Küche, die dir das kochen erleichtern.

  1. Du musst nicht erst in allen Schränken oder Schubladen deine Utensilien zusammen suchen und den halben Inhalt ausräumen, bis du das Passende gefunden hast.
    Mit einem guten Ordnungssytem weißt du direkt wo deine Utensilien sind und sparst schon Zeit bei der Vorbereitung.
  2. Sortiere deine Schränke und Schubladen so, dass du Gewürze und andere Lebensmittel zum kochen in Griffnähe des Herdes. Genau so sollten Kochlöffel, Messer und Brettchen nicht all zu weit entfernt vom Herd verstaut werden.
    So Sparst du unnötige Wege und hast beim kochen alles direkt griffbereit.

Schnelle Lebensmittel, sind solche, die beim kochen nicht viel Zeit benötigen.

Beispiele hierfür sind:
Mienudeln oder Reisnudeln – diese Nudeln brauchen nur mit heißem Wasser übergossen werden und kommen ohne kochen aus.
Fertige Wraps – wenn es mal schnell gehen soll einfach 20 Sekunden in die Microwelle und nach Wunsch belegen.
Couscous – wie bei den Nudeln auch nur mit heißem Wasser übergießen und kurz ziehen lassen.
Tiefkühl-Lebensmittel – Gemüse und Obst schon vorgeschnitten und eingefroren ist fürs schnellere kochen eine absolute Zeitersparnis.

Neben solchen schnellen Lebensmitteln, kann man auch aus z.B. Kartoffeln ein solches machen.
Je kleiner man die Lebensmittel schneidet, desto schneller sind sie gar und so sparst du auch hier Zeit.

Beim Zutaten vorbereiten gibt es zwei Möglichkeiten.

  1. Direkt vor dem kochen alles raussuchen was du benötigst und vorbereiten, so dass du die Zutaten nur nach und nach in Topf und Pfanne geben musst ohne nebenbei noch zu schneiden.
  2. Einige Zutaten lassen sich auch im voraus vorbereiten. Wenn du dir morgens Möhren als Rohkost vorbereitest, kannst du direkt für Mittags oder Abends etwas mit schneiden, so hast du einen Arbeitsschritt weniger.
    Wenn du Abends Kichererbsen benötigst, kannst du sie, wenn du Zeit hast morgens vorbereiten, so dass du sie Abends fertig hast.
    So verhält es sich bei vielen Lebensmitteln, einfach schon dann vorbereiten wenn du zeit hast, so kannst du schneller kochen wenn du Hunger hast.

Der wohl bekannteste Tipp – vorkochen / Meal-Prep.

Wer schon vorher weiß, an einem oder mehreren Tagen in der Woche weiniger Zeit zum Kochen zu haben, kann sich dieses Vorkochen in zwei unterschiedlichen Variationen zu Nutzen machen.

  1. Ganze Gerichte vorkochen und an verschiedenen Tagen nur noch aufwärmen. Das bekannte Meal-Prep System ist für die sinnvoll, die selten zuhause sind und eher auswärts essen. Hier meine ich auch das essen auf der Arbeit.
  2. Einzeln Lebensmittel in größeren  Mengen vorkochen und dann noch ganz frische hinzunehmen zum kochen. Gerade Reis, Nudeln, Kartoffeln sowie Hülsenfrüchte eignen sich super in größeren Mengen vorzubereiten und dann in der Woche aufzubrauchen.
    Bsp. Kartoffeln vorkochen und dann mit etwas Gemüse zu einer Bratkartoffelpfanne nutzen. So hast du den größten Zeit Fresser Kartoffeln kochen aus der Zeitrechnung raus.

Bei allen Gerichten in einem Topf, die nicht gerade angebraten werden müssen, lohnt es sich mit Deckel zu kochen. Durch den Deckel bleibt die Hitze im Topf und die Lebensmittel garen schneller.

Bei allen Gerichten in einem Topf, die nicht gerade angebraten werden müssen, lohnt es sich mit Deckel zu kochen. Durch den Deckel bleibt die Hitze im Topf und die Lebensmittel garen schneller.

One-Pot-Gerichte sind wie der Name sagt, Gerichte in dem alle Lebensmittel in einen Topf gegeben werden und zusammen gekocht werden. So brauchst du nur einen Topf und musst auch nicht mehrere Schritte befolgen bis zum fertigen Gericht. Alle Zutaten in denen Topf und kochen geht schnell und inzwischen kannst du dich schon wieder anderen Dingen widmen.

Wok

Ofengerichte sind klasse bei weniger Zeit, da du nur die Zutaten vorbereiten und in den Ofen geben musst. Im Ofen selber gart das Essen von alleine und du kannst deine Zeit anderweitig verbringen.

Hier ist es auch sinnvoll die Zutaten vorher vorzubereiten, so sparst du noch mehr Zeit.

Alleine alle Lebensmittel schnibbeln und vorzubereiten dauert meist länger, als wenn man zu zweit oder mit mehreren kocht.

Natürlich kann es auch sein, dass man sich unter Freunden verquatscht, doch das ist dann ja keine verlorene Zeit und man hat sich gerne diese Zeit genommen 😉.

Sinnvolle Küchenhelfer können die Arbeit wesentlich vereinfachen, Zeiten verkürzen und außerdem das Kochen spaßiger gestalten.

Welche Helfer ich verwende und auch wirklich als Helfer sehe habe ich im nächsten Abschnitt zusammengefasst.

sinnvolle Küchenhelfer

Wie der Name auch hier sagt, ist ein Schnellkochtopf ein Helfer wenn es schnell gehen darf.

Man kann grob sagen, dass die Zeit im Schnellkochtopf um ca. die Hälfte verringert.
Ein Beispiel Kartoffeln: im Topf brauchen Kartoffeln nach Größe zwischen 20 und 50 Minuten.
Im Schnellkochtopf brauchen sie somit nur 10-höchtens 30 Minuten eher noch weniger. 

Noch ein zusätzlicher Tipp ist ein elektrischer Schnellkochtopf wie z.B. der Cook4Me von Krups, hier musst du nicht selber auf den Dampf achten, sondern der Topf kocht nachdem du ihn eingestellt hast alleine ohne dein zutun. 
Außerdem kannst du eine Zeit einstellen wann das Essen fertig sein soll, was gerade bei One-Pot Gerichten, Suppen, Eintöpfen etc. super ist. Alle Zutaten in den Topf, Deckel zu, Zeit einstellen und den Topf kochen lassen. So ist das Essen dann fertig wenn du Essen möchtest.

Einfaches Kochen beginnt wie alles andere auch mit gutem Handwerkszeug.

Ein Beispiel dazu: Hast du schon mal versucht mit einem Kreuzschraubendreher eine Schlitzschraube rein zu drehen? Auch wenn nicht, wirst du schon ahnen, dass es nicht die Beste Möglichkeit ist schnell eine Schraube rein zu drehen.
Wenn du jedoch genau den richtigen Schraubendreher hast, der gut in der Hand liegt, wird die Schraube im nu komm nix eingedreht sein.

So ist es auch beim kochen. stumpfe Messer machen nicht nur kein Spaß beim kochen, sondern erschweren es nur unnötig. 
Einmal in wenige gute Messer investiert, hast du lange etwas davon und kannst unbeschwert, die teils lästigen Schnibbelarbeiten, mit Leichtigkeit erledigen.

Du brauchst also auch keine 20 verschiedenen Messer, dafür besser 3-5 gute 😊

Damit du nicht beim kochen Töpfe und Pfannen mehrfach nutzen und zwischendurch ausspülen musst, ist es sinnvoll genügend Töpfe und Pfannen parat zu haben.

Natürlich wirst du keine 10 Töpfe und 10 Pfannen gleichzeitig brauchen.
Auch hier gilt schau was du wirklich brauchst und investiere einmal in etwas gutes, anstatt viel Kram in den Schubladen zu haben mit dem man sich immer rum ärgert.

Ich persönlich liebe ja einen Pürierstab, da ich ihn nicht nur zum pürieren nutze, sondern durch verschiedene Aufsätze auch zum aufschlagen von Sahne, Mixen von Pancake-Teig, etc.

Mit einem Pürierstab inklusive Zubehör, ist man bestens ausgestattet für Hummus, Guacamole, sämige Eintöpfe und auch Süßspeisen. So sparst du nicht nur Zeit wenn du es sonst händisch machen müsstest, sondern ein Stab ist auch scneller wieder sauber als z.B. ein Hochleistungsmixer oder ähnliches.

Mit Food-Processor meine ich ein Helfer, mit einem Messer unten in einem Behälter.

Ich selber habe solch einen Mix-Behälter im Set mit dem Pürierstab. Hier kann ich Nüsse klein hacken, wenn ich wollte auch Zwiebeln fein schneiden und weitere Lebensmittel in kleineren Mengen Hacken bzw. Pürieren.

Es ist jedoch kein Ersatz zu einem Hochleistungsmixer, da er natürlich wesentlich weniger Power hat. Smoothies sind in meinem kleinen Behälter weniger möglich.

Es gibt natürlich auch externe Food-Processoren, die mehr Power haben, aber auch somit wesentlich größer sind.

Um Knoblauch, Ingwer oder auch Muskatnuss zu reiben, habe ich seit mittlerweile 2 Jahren eine Keramikreibe. Diese ersetzt mir 3 andere Küchenhelfer und so spare ich einiges an Zeit.

In vielen Asiatischen oder auch anderen orientalischen Gerichten sind Knoblauch sowie Ingwer enthalten.
Je mehr Utensilien du benötigst, desto länger kann es auch dauern. Mit einem Multihelfer, mit dem du mehrere Schritte übernehmen kannst, sparst du Zeit.
Ich selber reibe also erst den Ingwer, dann den  Knoblauch und das beides in der einen Reibe.
Nicht nur beim reiben selber, sondern auch beim abwaschen spare ich Zeit.

Mit einem Hochleistungsmixer, kannst du nicht nur Smoothies schnell und einfach herstellen, sondern du kannst ihn auch für viele andere Gerichte nutzen und so Zeit sparen.

Du musst bei ein einem Hochleistungsmixer die Lebensmittel nicht erst selber ganz klein schneiden, sondern kannst relativ große Stücke rein schmeißen und der Mixer tut seine Arbeit. 

Neben Smoothies und auch Eintöpfen kannst du auch Nussmuse, Pflanzendrinks und auch so tolle Sachen wie Mouse au Chockolat schnell und einfach selber machen.
Das ausspülen ist bei den meisten auch schnell gemacht, wenn es direkt gemacht wird, da brauchst du dir also keine Sorgen machen, dass dafür mehr Zeit drauf geht als es spart.

Eine Küchenmaschine für vieles. 
Mittlerweile gibt es wirklich viel Auswahl in dieser Kategorie und da kommt es neben dem Presis auf die eigenen Vorlieben und auch das wofür man sie braucht an .

Es gibt z.B. den Thermomix, eine KitchenAid, eine Bosch Mum, Kennwood Cooking Chef, Krups Prep&Cook, und noch viele mehr.

Alle genannten habe unterschiedliche Vor- und Nachteile, die jeder für sich entscheiden und abwägen muss. 
Ein Thermomix ist z.B. teuer im Gegenteil zu einer Krups Prep&Cook.
Eine Kitchen Aid kann im Gegensatz zur besten Kennwood Cooking Chef nicht erhitzen.

Da lohnt es sich auf jeden Fall man genauer hinzuschauen was man haben möchte, wie man in der Küche arbeitet und was wirklich hilft.
Nur eine Küchenmaschiene zu haben um sie zu haben macht keinen Sinn.

Ich selber nutze eine KitchenAid mit viel Zubehör wie einer Gemüsereibe oder auch Nudelrollen. Meine KitchenAid ist aber auch jede Woche im Einsatz und das Zeigt mir, dass es sich lohnt und mir mehr Arbeit abnimmt, als das sie nur hübsch rumsteht und beim staubabwischen Arbeit macht.

Fazit

Alle Tipps und Vorschläge sind kein muss und für niemanden in Stein gemeißelt. 
Es dient nur der Inspiration und du kannst dir das für dich passende davon raus nehmen.
Wenn für dich kein Hochleistungsmixer in Frage kommt, ist das vollkommen ok.
Du kannst auch wunderbar gesund und vollwertig kochen ohne ihn.

Schreib mir doch gerne mal deine Küchenhelfen und Zeitspartipps unter diesen Beitrag oder auch unter die neuen Instagram Posts 😉.